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Auszüge aus einem Leserbrief an die Elmshorner Nachrichten (07.09.95):
Zu dem Konzert in der Nikolaikirche muss man dem Ensemble und seiner Dirigentin gratulieren. Herrlich, dass es in Elmshorn so etwas gibt! Fern von allem Festivalrummel, fast in pivater Atmosphäre, konnte man zwei Glanzstücke der Klassik erleben (eine Haydn- und eine Mozartsymphonie). So mag es im 18. Jahrhundert an den Fürstenhöfen geklungen haben: Ein kleines Orchester, für das solche Musiken geschrieben wurden, nicht das pompöse Sinfonie-Orchester von heute,... Wenn ich der Fürst von Elmshorn wäre, würde ich die Gruppe als Hofkapelle nicht einmal so dürftig entlohnen wie damals der Fürst Esterhazy. Deshalb bleibt nur der Appell an unsere Stadtväter: Laßt dieses Ensemble nicht finanziell im Regen stehen! Denn sonst droht dieser Perle im Elmshorner Kulturleben wegen Geldnot das "Aus".
Heinz Bachmann
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Uetersener Nachrichten 19.07.2000
Ein besonderes Konzert der Spitzenklasse
Werke dreier Komponisten, nämlich des Leipziger Kantors Johann Sebastian Bach (Ouvertüre Nr. 2 in h-moll, 4. Brandenburgische Konzert). Johann Pachelbel (Kanon) sowie Ottorino Respighi (dritte Suite für Streicher) erklangen beim Festkonzert des Elmshorner Streicherensembles unter der Leitung von Else Deutsch-Brückner in der Klosterkirche.
Nachdem die Musiker aus der Krückaustadt zuvor in der Elmshorner Thomaskirche konzertiert hatten, gaben sie sich nun in der Rosenstadt die Ehre - und boten eine überzeugende Leistung, die vom Publikum entsprechend honoriert wurde. Johanna Scheel-Buchweitz wartete als Solistin auf der Querflöte in der h-moll-Suite mit einer bemerkenswerten Leistung auf; Michael Turkat (Cembalo) sowie Isolde Ivens und Silke Schröder begeisterten als Blockflötensolistinnen in den Soloparts im Brandenburgischen Konzert.........
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Elmshorner Nachrichten 11.05.04
Concerto: Barocke Reifeprüfung bestanden
Übung macht den Meister. Wer könnte das besser bestätigen als Concerto Elmshorn? Am Sonntag legte das Ensemble im katholischen Gemeindesaal an der Beselerstraße Zeugnis ab vom Ergebnis eines Barockseminars unter der Leitung von Jürgen Groß.
Sieben Wochen lang hatten die engagierten und hoch motivierten Orchestermitglieder mit ihm wöchentlich geprobt und drei beachtliche Werke barocker Meister einstudiert.
Beim workshop-ähnlichen Konzert bewiesen sie, in welchem Maß sie sich mit der Spieltechnik und den musikalischen Inhalten dieser bedeutenden Musikepoche auseinander gesetzt haben. Unter dem schlank- beweglichen Dirigat des Lehrgangsleiters erklang als Auftakt eine 1740 komponierte Ouvertüre des italienischen Meisters Giovanni Battista Sammartini, eine frühe, bereits viersätzige Form der frühklassischen Sinfonie.
Dann J.S. Bachs geniales Konzert für zwei Violinen und Streichorchester in d-Moll, das Jürgen Groß und Concerto-Konzertmeister Armin Stein im edlen Wettstreit mit dem spielfreudigen Orchester in seiner ganzen Pracht und Vielfalt erklingen ließen.
Schließlich am Schluss als echte Überraschung Georg Philipp Telemanns "Don Quichotte-Suite", eine Ouvertüre im französischen Stil, in der der barocke Vielschreiber nach majestätischer Einleitung in den nachfolgenden Tänzen Szenen aus Cervantes' literarischem Meisterwerk ironisch, humorvoll und lautmalerisch lebendig werden läßt: Don Quichottes mühseliges Erwachen, seinen furiosen Angriff auf die Windmühlen, seine unglückliche Liebe zur Prinzessin Dulcinae und Rosinantes sowie des Esels rheumatischen Galopp.
Viel Beifall für die "barocke Reifeprüfung" und die verbindenden Worte des Leiters.
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Elmshorner Nachrichten 01.06.2005
Concerto Elmshorn mit neuem, feinem Klang
Seinem Standard als Laienorchester ist das Concerto Elmshorn längst entwachsen. Zweifellos ein Verdienst der Aufbauarbeit durch Else Deutsch-Brückner, die mit dem Ensemble ein beachtliches Repertoire erarbeitet und es in 12 Jahren zu einem reputierlichen Klangkörper geformt hat. Ohne diese erfolgreiche Entwicklung und das Verdienst der langjährigen Orchesterleiterin zu schmälern, muß aber festgestellt werden, daß sich bei Concerto Elmshorn unter neuer Leitung der Gesamtklang verfeinert hat und das Orchester flexibler und tranparenter musiziert und differenzierter gestaltet.
Davon konnte sich am Sonntag in der Marienkirche beim ersten Konzert unter dem neuen Orchesterleiter Jürgen Groß ein erfreulich großes Publikum überzeugen. Schon der Auftakt , eine opulente Ouvertüre des seinerzeit hochgeehrten Dominico Cimarosa, ließ aufhorchen. Doch erst beim zweiten Werk, Mozarts grandiosem A-dur-Klarinettenkonzert KV 622, zeigte sich, wie sensibel Concerto auf die intuitive Zeichengebung und einfühlsame Gestaltung des Dirigenten reagierte.
Nach der Pause zunächst Mozarts der "Kleinen Nachtmusik" verwandtes Streicher- Divertimento F-dur und dann, als zweiter Höhepunkt, Schuberts "Fünfte", zu Unrecht als "anspruchsloses Lieblingsstück von Dilletantenensembles" verkannt, ......
Jürgen Groß arbeitete die Anmut des ersten Satzes, die Innigkeit des zweiten und die melodienreiche Turbulenz des Finalsatzes präzise heraus und setzte mit dem Werk, das den Einfluß Mozarts überdeutlich erkennen läßt, einen unkomplizierten-schlichten, volkstümlichen Schlußpunkt.
Riesiger Applaus des begeisterten Publikums erzwang eine Zugabe, die Wiederholung eines Satzes aus der Schubert-Sinfonie.
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Elmshorner Nachrichten 28.09.2006
"Concerto Elmshorn" begeisterte in der Nikolaikirche
Der kulturelle Standard einer Stadt misst sich nicht an der Zahl von Gastspielen, Festivalkonzerten oder Auftritten berühmter Künstler. Er wird allein an der künstlerischen Aktivität der Bewohner gemessen.
Wenn dieser Ausspruch eines bekannten Kunstkritikers stimmt, hat Elmshorn, kulturell gesehen, gute Karten. Hier besteht ein lebendiges Kulturleben in der geistlichen und weltlichen Chormusik, bei Theatergruppen und in in der Pop-Szene. Und seit 1992, als das Streicherensemble gegründet wurde, auch in der Orchestermusik.
Das Ensemble hat sich seitdem gefestigt, sein Repertoire erweitert und sich über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Das Wichtigste aber: Es schart einen großen Kreis von Musikfreunden um sich, die es durch den Konzertbesuch finanziell und ideell unterstützen.
So hinderte auch am Sonntag das herrliche Wetter etwa 140 Konzertfreunde nicht an dem Besuch des Konzertes in der Nikolaikirche. "Concerto Elmshorn", wie sich das Streicherensemble heute nennt, hatte unter dem Motto "Vom Barock zur Klassik" ein interessantes Programm erarbeitetund brachte dieses unter der sensiblen Leitung seines Dirigenten Jürgen Groß eindrucksvoll zum Erklingen. Mit großem Bogen gestalteten die Streicher Händels wunderschönes Concerto Grosso a-Moll, mit inniger Klangfülle die Sinfonie Nr. 27 D-Dur von Haydn, einem Frühwerk des Klassik-Meisters. Nach der Pause der Höhepunkt des Konzerts, Mozarts bezauberndes A-Dur Klavierkonzert KV 414 mit der bemerkenswert aufspielenden Solistin Isolde Kittel-Zerer. Unterstützt wurden die Streicher von je zwei Hornisten und Oboisten.
Riesiger Schlussapplaus erzwang zwei Zugaben: Den Schlußsatz aus Mozarts A-Dur Sinfonie KV 201 sowie das Finale der Haydn-Sinfonie.
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Norddeutsche Rundschau 19.03.2007
"Concerto Elmshorn" und "Occasio Vocalis" überzeugten im gemeinsamen Konzert in der Stadtkirche Glückstadt
Die Programmgestaltung von "Concerto Elmshorn" und "Occasio Vocalis" orientierte sich exakt an der theologischen Bedeutung der momentanen Kirchenjahreszeit Passion. Gleich das erste Stück knüpfte an den Propheten Jesaja an. Bach platzierte seine Motette "Der Gerechte kommt um" liturgisch in die Passionszeit. Der "Chor OccasioVocalis" sang konzentriert und dicht. Er zeigte gleich mit dem ersten Lied seine hohe Sangeskunst und affektive Prägnanz. Auch in den beiden a capella gesungenen Kirchengesängen von Max Reger überzeugte der Chor, der hier von Isolde Kittel-Zerer sehr einfühlsam dirigiert wurde.
Das Kammerorchester "Concerto Elmshorn" präsentierte sich in Joseph Haydns Symphonie Nr. 49 ("La Passione") ebenfalls mit einer ausgezeichneten Leistung. War der erste Satz durch einen eher unentschiedenen Ausdruck geprägt, entwickelte sich unter dem Dirigat von Jürgen Groß in den Folgesätzen eine prächtige Klangfarbigkeit, die, fast opernhaft, Düsternis und Licht beschwor. Das Orchester unterstrich diesen guten Eindruck dann auch in Paul Hindemiths "Trauermusik", in der Jürgen Groß die Solobratsche spielte.
Besonders sei hervorgehoben: Orchester und Chor bildeten eine harmonische Einheit, die sich als Folge eines reflektierten Gestaltungswillens entwickelte. Dieses Gemeinsame wurde in Mozarts "Misericordias Domini" und Mendelssohn-Bartholdys "Wer nur den lieben Gott läßt walten" in der fast optimalen Abstimmung von Orchester und Chor besonders deutlich.
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