Neben den normalen Orchesterproben und Konzerten in ihrer vielfältigen Form gibt es auch ganz besondere Ereignisse und Aktivitäten, von denen wir im folgenden eine kleine Auswahl darstellen möchten:

Ausflug in Wittenberge

Konzertwochende in Wittenberge

Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Elmshorn und Wittenberge hatte unser Orchester die Möglichkeit, ein Kammerkonzert in Wittenberge zu gestalten. Wir wurden gebeten, ein populärklassisches Programm zu bieten. Die Konzertkleidung sollte schwarz sein, jedoch "für die Herrren keine bunten Strümpfe" (Zusatz unseres Konzertmeisters").

Am Samstag wurden die Instrumente um 08:00 Uhr verladen. Nach einer längeren Busreise trafen wir zum Mittagessen in der Theatergaststätte in Wittenberge ein. Nach Proben und Abendessen fand das Konzert im Kulturhaus statt. Das Publikum bedankte sich mit viel Applaus bei Elle Deutsch-Brückner, Karin Graeber und dem Orchester.

Nach einem geselligen Beisammensein bei Bier und Wein sowie gutem Essen ging es zur Übernachtung in ein völlig neu hergerichtetes kleines Hotel in der Stadt. Vor der Rückfahrt nach Elmshorn gab es am nächsten Tag noch eine Stadtrundfahrt und eine Rathaus- besichtigung. Die Kosten für dieses gemeinsame Wochenende übernahm die Stadt Wittenberge.

Auch Theorie ist nötig

Seminar für Orchesterleitung

Im Jahr 1996 wurde unser Orchester vom Kirchenmusikerverband der Nordelbischen Kirche gebeten, ein Seminar für Orchesterleitung durchzuführen. Ziel des Seminars war es, Kirchenmusiker mit der Orchesterarbeit vertraut zu machen. Schwerpunkte des theoretischen Teils waren:

- der Gebrauch des Taktstockes
- das Dirigieren von Rezitativen
- das Bezeichnen von Stimmen
- die Behandlung strichtechnischer Probleme
- Literaturempfehlungen

Der praktische Teil bestand aus der Erarbeitung zweier Orchesterwerke: Einer Kantate von Dietrich Buxtehude sowie eines Konzertes für zwei Flöten und Orchester von Georg Philipp Telemann. Das Seminar wurde von Else Deutsch-Brückner und Christoph Hauschild geleitet.

Konzert in Straßburg

Konzertreise in das Elsaß

Auf Anregung der Kellinghusener Chorgemeinschaft und ihres Dirigenten Christoph Hauschild wurde eine Konzertreise zusammen mit unserem Orchester geplant und im Herbst 1999 durchgeführt. Die Reise ging vom 16. bis 23. Oktober nach Le Kleebach in ein wunderschön gelegenes Tagungsheim.

Unser gemeinsames Programm bestand aus vier Kompositionen:

- Franz Schubert: Messe G-dur
- Felix Mendelssohn-Bartholdy: "Wer nur den lieben Gott läßt walten"
- Felix Mendelssohn-Bartholdy: Streichersinfonie Nr. 5 B-dur
- Dominico Cimarosa: Konzert für 2 Flöten und Orchester

Im Mittelpunkt der Reise standen zwei Kirchenkonzerte mit diesem Programm, ein gut besuchtes in Straßburg und ein eher schlecht besuchtes in Munster, in einer sehr kalten Kirche. Außer den Einspielproben an den Konzertorten, einem ganzen Probentag und einer abendlichen Probe in unserem Quartier gab es ausreichend Zeit für Wanderungen und Ausflüge in die Umgebung. Darunter waren: Eine Wanderung auf Col de la Schlucht bei Sonne und sehr kaltem Wind, eine Wanderung um den Lac Blanc bei vorwiegend heiterem Wetter und die Besichtigung von Straßburg, Kaysersberg, dem Geburtsort Albert Schweitzers, dem Weinort Riquewir, dem Eisenbahnmuseum Mulhouse sowie der Stadt Colmar mit dem berühmten Isenheimer Altar.

Weihnachtsoratorium mit Schal und Pulswärmern

Am Sonnabend vor dem 4. Advent (18.12.1999) führten wir das Weihnachtsoratorium (Kantaten I-III) unter der Leitung von Harmut Deutsch in Elmshorn auf. Am nächsten Tag fuhren Chor, Orchester und Solisten nach Wittenberge. Das Konzert war ein Geschenk zum Ende des Jahrtausends an die Partnerstadt Elmshorns, das mit Hilfe von Sponsoren finanziert wurde. Ungefähr 100 Mitwirkende und die Elmshorner Bürgermeisterin Frau Dr. Brigitte Fronzek wurden dort freudig begrüßt, da dies in Wittenberge die erste Aufführung des Weihnachtsoratoriums seit dem Zweiten Weltkrieg war.

Die Kirche war ausverkauft aber nicht heizbar. Die große Kälte kroch über die Beine und den Rücken bis in die Finger. Trotzdem wurde es ein gelungenes Konzert. Anschließend wurden wir im (geheizten) Gemeindehaus mit einem liebevoll zubereiteten Essen verwöhnt und erwärmt. Aufgrund eines vorweihnachtlichen Schneesturms kamen wir erst sehr spät in der Nacht wieder in Elmshorn an.

Seminarteilnehmer

Barockseminare

Ein Teil unserer musikalischen Arbeit besteht darin, die Werke der Barockzeit in der sogenannten "historischen Aufführungspraxis" zu erarbeiten und aufzuführen. Um fachkundige Unterweisung zu erhalten, verpflichtete das Orchester den Hamburger Barockgeiger Jürgen Groß zu zwei Barockseminaren (2000 und 2004). Jeweils mehrwöchige Arbeitsphasen wurden mit einem anschließenden öffentlichen Konzert abgeschlossen. Schwerpunkte der Seminare waren die Überwindung strichtechnischer Probleme mit dem Barockbogen sowie das Musizieren in "tiefer Stimmung". Dazu gehörten auch das Spielen der leeren Seiten, die Nutzung vorwiegend der ersten Lage und der weitgehende Verzicht auf das Vibrato.

Besonders beeindruckend war die Arbeitsweise von Jürgen Groß. Mit viel Freundlichkeit, Humor, Engagement, bildhafter Ausdrucksweise und körperlichen Impulsen vermochte er die die Tanzsuiten und das leichte Spiel der Barockmusik überzeugend darzustellen.


Probenpause

Probenwochende auf dem Sunderhof

Nach fast zehnjährigem Bestehen startete das Orchester Pfingsten 2002 zur ersten Probenfreizeit. Mit dabei waren nicht nur die aktiven Orchestermitglieder, sondern auch Familenangehörige und Freunde. Der Sunderhof, eine Einrichtung des CVJM, ist ein herrlich gelegenes und optimal für unsere Anforderungen ausgestattetes Heim.

Das Programm für dieses verlängerte Wochenende sah folgendermaßen aus: Proben - Proben - und nochmals Proben! So ging es dann nach einer kurzen Stärkung auch sofort in den Seminarraum 1, der für die nächsten Tage unser zentraler Probenraum werden sollte. Zu später Stunde trafen wir uns im sogenannten "Trockenraum", in dem wir aber keineswegs auf dem Trockenen saßen.

Am Sonnabend kam der Solist für unser Jubiläumskonzert. Nach anfänglichem Beschnup- pern waren wir gut aufeinander eingespielt, und alle hatten den Eindruck, eine Menge geschafft zu haben. Abends betätigten wir uns auf eine andere Art musikalisch: Es wurde am Feuer des Kaminzimmers gesungen.

Der Pfingstsonntag begann mit einer kleinen Andacht von Pastor Steffen. Danach wurde wie an den anderen Tagen fleißig weiter geprobt. Dabei wurden hohe Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit aller Mitspieler gestellt. Am Abend war die Kegelbahn für uns reserviert - auch hier wurden natürlich nur außergewöhnliche Leistungen erbracht.

Selbst am Montag, unserem Abreisetag, wurde bis in den frühen Nachmittag geprobt, bevor alle die Heimreise antraten. Die wenigen freien Minuten, die uns zwischen den Proben blieben, wurden mit Fußballspielen und Wanderungen in die schöne Umgebung genutzt.